Auf der Mauer, auf der Lauer…
Posted 9.Juni 2008 by PilgerCategories: Allgemein, Außerburg, Baerenburg, Berlin, Rollenspiel, Spielberichte
Wieder mal eine kurze Episode, die der Siff schrieb und welche die immer wieder unterhaltsame Ein- bzw. Ausreise nach Baerenburg behandelt
Nachdem man sich im Siff mit den falschen Leuten angelegt hatte, entschied man (unnützer Weise, doch dies ist eine andere und spätere Geschichte) mal eben kurz Urlaub im benachbarten Ekel am Fluthafensee zu machen.
Als man sich – geschäftig plaudernd - über den Kurfürstendamm endlich dem Kahlowertor näherte, um in die „Ferien“ aufzubrechen, bemerkte man die Unruhe: Ein paar Siffer hasteten fort vom Torplatz und suchten hinter Ruinen, Hauseingängen und Mauerresten Deckung und ein einzelner Pechvogel lag regungslos, geschmückt mit einem Bolzen in der Schädeldecke, vor dem Ausgang der Burgstadt - Rostler!
Geduckt, hinter Nischen und an die schäbigen Hausfassaden gepresst, näherte man sich dem Ende des Kurfürstendamms und ging hinter ein paar alten Barrikaden in Deckung, gerade, als man die beiden Rostler auf der gut 18m hohen Mauer entdeckte. Dort, hinter dem Torplatz, hoch oben auf der Mauer (also auf Rost-Baerenburgergrund) lagen die Mauerschützen mal wieder auf der Lauer, um auf harmlose Siffer aus dem Rest-Teil der Stadt ein Wettschießen zu veranstalten.
Gerade erst angekommen und in Deckung gegangen, wußten die Spieler beim Anblick der zwei Rostler sofort, was sie/ihre Siffer gerne tun würden.
Der Nordmann Botar hatte seine Armbrust bereits durchgeladen und Norbert Neunmalklug brachte sein Langbüchse in Stellung, für die er erst an diesem Morgen ein zwergisches Zielfernrohr Deluxe erworben hatte. Dieses verschaffte ihm einen guten Blick auf die beiden Rostler, welche – ebenfalls mit Langbüchse und Armbrust (ein Ironie, die sich mir erst jetzt beim Schreiben dieser Zeilen erschließt) bewaffnet – ihrerseits auf „irgendwen“ anlegten.
Botar glaubte, dass man ihn offenbar entdeckt und im Visier hatte und zog vorsichtshalber den Kopf ein. Er sollte Recht behalten, beendeten die beiden Mauerschützen doch daraufhin ihr Geziele.
BLAMM!
Norberts Langbüchsenschuß hallte – nach dem er ordentlich 5 Kampfrunden „gezielt“ hatte, um den vollen Bonus aus dem Zielfernrohr rauszukitzeln - über den Torplatz, während zeitgleich der Mauerschütze mit der Langbüchse mit aufgerissenem Schädel nach hinten krachte. Sein Kamerad duckte sich schnell, griff daraufhin nach der Langbüchse seines gefallenen Kameraden und erschien wieder – schußbereit – auf den Zinnen, während der Zwerg Rudlic (SC) bereits dabei war, zum Tor zu hasten und sich der Krüppler (SC) mit gezogener Handbüchse ebenfalls aus seiner Deckung erhoben hatte:
BLAMM!
Krüpplers Schuß war erste Sahne. Würfelglück – Zehner ohne Ende. Der zweite Rostler ging ebenfalls zu Boden, während seine reche Hand sich auf dem Wehrgang und darunter verteilte.
Dann hastete man los, auf das Tor nach Außerburg zu.
Endlich Urlaub!

Es ist vollbracht, die Korrekturen, die ich dem
Da standen sie nun, die Spielercharaktere: Das Elfenmädchen Isa, die kleine Marie Vielkind (Nichte von 